```html

Die ersten sieben Tage des Welpen zu Hause entscheiden einen Großteil davon, wie der Hund werden wird. Nicht, weil er sich in einer Woche endgültige Gewohnheiten "einprägt", sondern weil in diesen Tagen die Grundlagen für **Vertrauen**, Routine und emotionale Sicherheit gelegt werden. Lassen Sie uns sehen, wie man diese Stunden gut managt.

Vor der Ankunft: Was vorbereiten

Mindestens 48 Stunden vorher:

  • **Hundebett oder Liege** in ruhiger Zone (nicht in der Küche, nicht im Flur)
  • **Box oder eingezäuntes Gebiet**, wo er bleiben kann, wenn Sie ihn nicht beaufsichtigen können (Käfigtraining)
  • **Wassernapf + Fressnapf** aus Edelstahl oder Keramik (keine Plastik)
  • **Dasselbe Futter, das er vom Züchter/ Tierheim bekommt** — die Futterumstellung erfolgt später, nicht sofort
  • **Leine + leichtes Halsband oder verstellbares Geschirr H** (verstellbar, da er schnell wächst)
  • **Altersgerechtes Spielzeug** (Rehkitzleder, Welpen-Kong, strapazierfähige Plüschtiere)
  • **Decke mit seinem ursprünglichen Geruch** (wenn der Züchter sie zur Verfügung stellt, ist das Gold wert)

**Welpen-sichere Wohnung:**

  • Versteckte oder geschützte Stromkabel
  • Toxische Pflanzen außerhalb der Reichweite (Efeututen, Oleander, Weihnachtssterne, Lilien — tödlich für Katzen, problematisch für Welpen)
  • Reinigungsmittel, Medikamente, menschliche Lebensmittel in geschlossenen Schränken
  • Kleine, verschluckbare Gegenstände (Socken, Münzen, Gummibänder) vom Boden aufgehoben

Tag 1: Die Ankunft

**Morgens oder am frühen Nachmittag**, idealerweise am Wochenende (damit Sie mehr Tage mit ihm haben).

  1. **Transportbox im Auto:** Nie einen Welpen frei im Auto. Wenn er Angst hat, eine Person in der Rückbank, ruhige Stimme.
  2. **Zuhause angekommen:** Sofort in den Garten oder den designated pipi-Bereich. **Belohnen, wenn er dort pipi macht** (ruhige Stimme, Snack oder Streicheleinheit).
  3. **Innengestaltung:** Lassen Sie ihn schnüffeln und sich umsehen. Zwingen Sie ihn nicht, heben Sie ihn nicht hoch, wenn er erkunden möchte.
  4. **Erste Nacht:** Das Hundebett neben Ihrem Bett oder die Box in Ihrer Nähe. Es ist die erste Nacht, die er von seinem Wurf getrennt ist. Weinen und Jammern sind normal. **Nehmen Sie ihn nicht ins Bett** (brechen Sie die Regel vom ersten Tag an und es wird schwierig, dagegen anzugehen). Eine Hand auf der Hundebett, ruhige Stimme, das ist meist genug.

**Pipimachen im Haus in der ersten Nacht:** fast unvermeidlich. Leise abwischen, **nicht schimpfen** (er versteht es nicht und assoziiert Ihre Anwesenheit mit der Tadel).

Tage 2-3: Die Routine

Beginnen Sie, **feste Zeiten** aufzubauen:

  • **Mahlzeiten:** 4 pro Tag (Welpen unter 4 Monaten). Gleiche Zeiten, gleicher Ort
  • **Pipi:** alle 2 Stunden + immer nach dem Schlafen, Essen, Spielen. Belohnen Sie jedes Mal, wenn er draußen pipi macht
  • **Schlaf:** schläft **viel**. Ein Welpe schläft 18-20 Stunden am Tag. Wecken Sie ihn nie zum Spielen
  • **Spiel:** kurze Sitzungen (5-10 Minuten), abwechselnd mit Ruhe

**Befehl "Nein":** sofort ruhig einführen. Fester, nicht lauter Ton. Wenn er etwas tut, was er nicht soll: "ah-ah" und lenken Sie die Aufmerksamkeit auf etwas anderes (angemessenes Spiel). **Nie körperliche Bestrafungen.**

Tage 4-5: Namen und Grundbefehle

Mit 8-10 Wochen befindet sich der Welpe in einer **kritischen Lernphase**. Beginnen Sie mit:

  • **Seinem Namen:** Sagen Sie ihn nur für schöne Dinge (Essen, Spielen, Streicheleinheiten). Nie zum Schimpfen.
  • **"Komm":** Wenn Sie ihn rufen, geben Sie ihm immer einen Snack beim Rufen. Schaffen Sie den Reflex "mein Name = etwas Schönes".
  • **"Sitz":** Snack über den Kopf, leicht zurückgehen, der Hintern berührt den Boden → Belohnung. 5 Wiederholungen, 2 Mal am Tag.

**Nie mehr als 5 Minuten Training auf einmal.** Er wird müde, gelangweilt und macht Rückschritte.

Tage 6-7: Sozialisierung

Das **Fenster der Sozialisierung** dauert bis zu 14-16 Wochen. Je mehr positive Kontakte (mit Menschen, Geräuschen, Umgebungen, gesunden Tieren) in diesen Wochen stattfinden, desto ausgeglichener wird der Hund sein Leben lang sein.

**Nach 7 Tagen zu Hause, idealerweise:**

  • Hat er 3-5 geimpfte und gesellige Hunde kennengelernt (nicht im öffentlichen Tierheim, zu viel Risiko)
  • Hat er **verschiedene Geräusche** gehört (Staubsauger, Klingel, Verkehr, Kinder)
  • Hat er **verschiedene Menschen** getroffen (bärtige Männer, Frauen mit Hüten, Kinder, Senioren)
  • Hat er **verschiedene Oberflächen** ausprobiert (Fliesen, Teppich, Gras, Sand)

Alle diese Begegnungen müssen **positiv** sein. Niemals erzwungen. Niemals wegen Angst geschimpft. Immer Snacks und eine sanfte Stimme.

Impfungen und Tierarzt

**Welpenuntersuchung innerhalb der ersten Woche** nach der Ankunft. Auch wenn der Züchter Ihnen alle Zertifikate gibt. Der Tierarzt:

  • Überprüft die allgemeine Gesundheit
  • Überprüft den Impfkalender (normalerweise bis zu 12-16 Wochen abgeschlossen)
  • Entwurmung (auch wenn es bereits vom Züchter gemacht wurde, gemäß dem Protokoll)
  • Chip (pflichtig)
  • Setzt Antiparasitika ein

Häufigste Fehler neuer Besitzer

  1. **Ständige Streicheleinheiten** = übermäßig abhängiger Welpe. Ja zu Streicheleinheiten, aber auch Zeit "allein" (in der Box, während Sie im nebenliegenden Raum sind)
  2. **Vom ersten Tag an im Bett lassen** = dann wird es fast unmöglich ihn dort nicht schlafen zu lassen
  3. **Körperliche Strafen** oder Schreien = ängstlicher, nervöser Hund, zukünftiger Beißer
  4. **Nachträglich schimpfen**, nachdem er im Haus pipi gemacht hat = versteht es nicht; er denkt, dass das Pipi falsch ist, nicht der Ort
  5. **Warten bis zur vollständigen Sozialisierung nach den Impfungen** = zu spät, kritisches Fenster geschlossen. Es gibt sichere Kompromisse (Welpen von Freunden, sichere Parks)

Was nach Hause bringen

Die erste Woche ist keine Perfektion, sondern **Aufbau**. Ruhe, Routine, Belohnungen. Der Welpe lernt von Ihnen, wie und was er der Welt zutrauen kann. Wenn Sie einen Fehler machen, kann dieser in den folgenden Wochen wieder gutgemacht werden — Sie sind nicht in einer Prüfung mit einer Endnote. Wichtig ist, das Gefühl zu schaffen: **das ist das Zuhause, das sind die Leute, hier geht es mir gut**. Alles andere wird in den Monaten aufgebaut.

```