Die häufigste Frage von Hundebesitzern, die anfangen, für ihren Hund zu kochen, ist immer die gleiche: "Wie viel muss er essen?". Die kurze Antwort ist, dass es von drei Dingen abhängt – Gewicht, Alter und Bewegungsaktivität – aber mit einer kleinen Berechnung erhältst du eine präzise Portion und riskierst weder, ihn zu überfüttern, noch ihn hungrig zu lassen.
Der Grundenergiebedarf
Der tägliche Kalorienbedarf (RER, Resting Energy Requirement) wird folgendermaßen berechnet:
RER = 70 × (Gewicht in kg) ^ 0,75
Für einen gesunden, erwachsenen Hund ist der tatsächliche Bedarf der RER multipliziert mit einem Faktor, der je nach Lebensstil variiert:
- Kastrierter und wenig aktiver Hund: × 1,4
- Aktiver erwachsener Hund: × 1,6
- Sehr aktiver Hund (Arbeit, Sport): × 2,0
- Welpe (4–12 Monate): × 2,0–3,0
- Hündin in der Trächtigkeit oder Laktation: × 3,0–6,0
Konkrete Beispiele
Hund von 10 kg, erwachsen, normale Aktivität:
RER = 70 × 10^0,75 ≈ 394 kcal · tatsächlicher Bedarf ≈ 630 kcal/Tag
Hund von 25 kg, erwachsen, normale Aktivität:
RER = 70 × 25^0,75 ≈ 783 kcal · tatsächlicher Bedarf ≈ 1.250 kcal/Tag
Hund von 35 kg, erwachsen, normale Aktivität:
RER = 70 × 35^0,75 ≈ 1.005 kcal · tatsächlicher Bedarf ≈ 1.610 kcal/Tag
Wie oft am Tag
- Welpen bis 4 Monate: 4 Mahlzeiten
- Welpen von 4 bis 12 Monaten: 3 Mahlzeiten
- Erwachsene: 2 Mahlzeiten, morgens und abends
- Senioren mit Verdauungsproblemen: 3 kleinere Mahlzeiten
Wie man versteht, ob die Menge stimmt
Das zuverlässigeste Maß ist nicht die Waage, sondern der body condition score: Wenn du mit den Händen über die Rippen fährst, solltest du die Rippen unter einer dünnen Fettschicht spüren, sie aber nicht sehen müssen und sie nicht "suchen" müssen. Die Taille sollte von oben betrachtet leicht hinter den Rippen zurücktreten. Wenn der Hund von Woche zu Woche zunimmt oder abnimmt, reduziere oder erhöhe um 10% und bewerte nach 14 Tagen erneut.
Fehler zu vermeiden
- Auf gut Glück messen: Eine "volle Schüssel" eines Trockenfutters mit 380 kcal/100 g kann das Doppelte des Bedarfs sein.
- Snacks ignorieren: Leckerlis zählen. Halte sie unter 10% der täglichen Kalorien.
- Die Portionen nicht anpassen: Nach der Kastration sinkt der Bedarf um etwa 25–30%. Wenn du nicht reduzierst, nimmt er zu.
- Die Tabellen des Sackes ohne Anpassung verwenden: Dies sind Durchschnittswerte, kein maßgeschneiderter Ernährungsplan.
Was du nach Hause bringen solltest
Ein korrektes Futterkonzept beginnt mit dem Idealgewicht des Hundes, nicht mit dem aktuellen Gewicht (falls er übergewichtig ist). Es sollte alle 2–3 Monate angepasst werden, da sich Alter, Aktivität und Jahreszeit auf den Bedarf auswirken. Wenn du eine personalisierte Berechnung wünschst, probiere unseren kostenlosen Plan: Er zeigt dir genau, wie viele Gramm pro Tag, aufgeteilt auf die Mahlzeiten.
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