Was der Boden dir nicht sagt
Die Pfoten deines Hundes beim Nach-hause-kommen zu reinigen, ist keine Frage der häuslichen Ästhetik. Es ist ein kleines Ritual, das **Dermatitis**, **interdigitale Infektionen**, **Vergiftungen** durch Lecken und **den Transport von Parasiten** ins Haus verhindert. Und doch ist es eine der am meisten vernachlässigten Handlungen: Man denkt sich, "er läuft ja, er reinigt sich selbst".
Was bleibt nach einem durchschnittlichen Spaziergang in der Stadt an den Pfoten und zwischen den Zehen haften? Feiner Staub (PM10), Dieselrückstände, Frostschutzmittel im Winter, Herbizide und Pestizide, die auf Gras und Hecken gesprüht werden, minimale Exkremente anderer Tiere, gelegentlich Glassplitter oder Kaugummi.
Vier Probleme, die du durch das Reinigen der Pfoten vermeidest
1. Interdigitale Dermatitis. Der Bereich zwischen den Ballen ist warm und feucht: ein Paradies für Pilze und Bakterien. Reste von Schmutz und anhaltender Feuchtigkeit lösen Rötungen, Juckreiz und zwanghaftes Lecken aus. Es ist eine der häufigsten Ursachen für dermatologische Tierarztbesuche.
2. Vergiftung durch Lecken. Streusalz, Ethylenglykol (Frostschutzmittel für Autos), Pestizide: der Hund leckt sich die Pfoten und nimmt täglich kleine Mengen auf. Auf lange Sicht schädigen sie Leber und Nieren.
3. Grannen und Dornen. Besonders im Sommer dringen die Ähren von Gräsern zwischen die Zehen und wandern unter die Haut. Durch gründliches Reinigen bemerkst du Fremdkörper, bevor sie zu einem chirurgischen Notfall werden.
4. Parasiten im Haus. Zecken und Flohlarven reisen an den Pfoten und fallen auf die Teppiche im Haus, wo sie bis zu ein Jahr leben. Das Reinigen der Pfoten bricht die Infektionskette im Haus.
Die Methode der 3 Produkte
Halte in der Nähe der Tür:
- Eine Schüssel mit lauwarmem Wasser (im Winter unerlässlich, um Salz und Eis zu lösen).
- Feuchte Hundetücher ohne Alkohol und Duftstoffe (Tropiclean, Earthbath, kostengünstige Optionen von allgemeinen Tiermarken). Keine Feuchttücher für Babys: sie enthalten nicht geeignete Zusätze.
- Ein spezielles Handtuch (die Feuchtigkeit zwischen den Zehen ist schlimmer als der Schmutz).
Routine in 90 Sekunden:
- Tauche jede Pfote in die Schüssel und spüle gründlich die Zwischenräume zwischen den Zehen aus.
- Trockne mit dem Handtuch, wobei du besonders auf die Ballen achtest.
- Falls hartnäckige Rückstände vorhanden sind, verwende als letztes ein Tuch.
Im Sommer kannst du Schritt 1 überspringen und nur die Tücher verwenden. In sehr schmutzigen Gegenden ziehe auch eine kleine weiche Bürste in Betracht, um trockenen Schmutz vor dem Waschen zu entfernen.
Häufige Fehler, die alles zunichte machen
- Die Pfoten nass lassen: Die Feuchtigkeit zwischen den Zehen ist die Hauptursache für Dermatitis. Immer gründlich trocknen.
- Aggressive Desinfektionsmittel verwenden (Amuchina, Alkohol): sie reizen und trocknen die Ballen aus.
- Jeden Tag ein Vollbad nehmen: es zerstört den natürlichen Lipidfilm. Baden ist das eine, die Reinigung der Pfoten das andere.
- Regentage auslassen: sie sind die schlimmsten. Nasser Asphalt gibt weit mehr Kohlenwasserstoffe und chemische Rückstände ab als trockener.
Es zu einem Vergnügen machen
Wenn der Hund dem Ritual entflieht, gewöhne ihn allmählich daran: kleine Belohnung für jede gegebene Pfote, ruhige Stimme, niemals drängen. Nach einer Woche kommen sie ins Haus und setzen sich spontan auf den Teppichbereich zur Reinigung.
Ein Hund mit sauberen Pfoten hat weniger Juckreiz, weniger Ohrentzündungen (ja, das übertragen sich von den Pfoten auf die Ohren, wenn der Hund sich leckt und reinigt), weniger dermatologische Tierarztbesuche und weniger Staubmilben im Haus. Investiere 90 Sekunden beim Nach-hause-kommen: dein Hund und dein Tierarzt werden es dir danken.
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