Das Supermarktregal bietet Trockenfutter für 2 €/kg neben solchem für 12 €/kg an. Doch was ist der wirkliche Unterschied? Das Lesen des Etiketts ist das Wichtigste, was ein Hundebesitzer für die Gesundheit seines Hundes tun kann.
Worauf Sie auf dem Etikett achten sollten
1. Die erste Proteinquelle
Es muss eine spezifische Fleischsorte angegeben sein (z. B. „Huhn 35 %", „Lamm 25 %") und kein allgemeiner Begriff wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse". Nebenerzeugnisse können Knochen, Abfallorgane und sogar Federn enthalten.
2. Proteingehalt
Für einen gesunden erwachsenen Hund: 22–26 %. Für Sporthunde: 30 %+. Für ältere Hunde: 18–22 %.
3. Fettgehalt
Idealerweise 10–15 %. Über 18 % nur für sehr aktive Hunde.
4. Kohlenhydrate
Nicht immer angegeben. Berechenbar: 100 – (Proteine + Fette + Asche + Feuchtigkeit + Ballaststoffe). Unter 30 % ist besser.
5. Getreide: ja oder nein?
„Getreidefrei" bedeutet nicht automatisch besser. Reis und Hafer werden gut vertragen. Zu vermeiden: Mais und Weizen (hohes Allergierisiko).
6. Konservierungsstoffe
Ja: Tocopherole (Vitamin E), Rosmarin. Nein: BHA, BHT, Ethoxyquin (im Verdacht, toxisch zu sein).
7. Farbstoffe und zugesetzter Zucker
Bunt eingefärbtes Trockenfutter (rot, gelb, braun) enthält unnötige Farbstoffe. Der Hund sieht Farben nicht wie wir: Sie sind ausschließlich für den Besitzer gedacht.
Die 3 Qualitätsstufen
Einstiegssegment (1–3 €/kg)
Beispiele: Supermarktmarken ohne Premium-Brand. Zutaten: Getreide an erster Stelle, allgemeine Fleisch- und Nebenerzeugnisse, chemische Konservierungsstoffe.
Ergebnis: reichlich Kot, stumpfes Fell, häufige Allergien.
Mittelsegment (4–7 €/kg)
Beispiele: Royal Canin, Hill's, Eukanuba, Pro Plan. Zutaten: spezifische Fleischsorten, diätetische Rezepturen, tierärztliche Unterstützung.
Ergebnis: der richtige Qualitäts-/Preis-Kompromiss für die meisten Hunde.
Premiumsegment (8–15 €/kg)
Beispiele: Acana, Orijen, Taste of the Wild, Farmina N&D. Zutaten: 60–70 % Fleisch, frische Zutaten, kein Getreide, niedriger glykämischer Index.
Ergebnis: weniger Kot, glänzendes Fell, stabile Energie.
Trockenfutter oder Nassfutter?
- Trockenfutter: praktisch, günstig, lange haltbar. Geringer Feuchtigkeitsgehalt.
- Nassfutter: 75 % Wasser (ideal für Hunde, die wenig trinken), schmackhafter, teurer.
- Mix: oft der ideale Kompromiss (70 % Trockenfutter + 30 % Nassfutter).
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Marken wechseln?
Ja, es wird sogar empfohlen, um Nährstoffmängel zu vermeiden. Wechseln Sie schrittweise über 7–10 Tage.
Wie lange ist das Futter nach dem Öffnen haltbar?
Geöffnete Säcke sollten innerhalb von 4–6 Wochen aufgebraucht werden (die Fette werden ranzig). Lagern Sie das Futter in luftdichten Behältern an einem kühlen Ort.
Um die genaue Ration basierend auf dem Gewicht Ihres Hundes zu berechnen, erstellen Sie einen kostenlosen personalisierten Ernährungsplan.