Der Berger Picard ist eine der weniger bekannten französischen Schäferhunderassen, aber eine der faszinierendsten: rustikales Aussehen, voller Bart, hervorstehende Augenbrauen, süßer und intelligenter Blick. Fast nach den beiden Weltkriegen ausgestorben, ist er heute eine wertvolle Rarität.
Ursprünge
Ursprünglich aus Picardie (Nordfrankreich) stammend, ist der Berger Picard einer der ältesten französischen Schäferhunde, der bereits im Jahr 880 n. Chr. erwähnt wird. Er wurde verwendet, um Schafherden zu leiten. Nach den Weltkriegen drohte er auszusterben: Heute gibt es weltweit nur sehr wenige Zuchttiere in das Zuchtbuch eingetragen.
Aussehen
- Höhe: 55-65 cm Schulterhöhe.
- Gewicht: 23-32 kg.
- Fell: rau, mittellang, „unordentlich“. Farben: fahl, fahl-grau (bringée).
- Bart und Augenbrauen: charakteristisch, dicht.
- Lebenserwartung: 12-13 Jahre.
Charakter
- Ausgeglichen: stabil, niemals nervös.
- Zärtlich: sehr eng mit der Familie verbunden, sehr süß.
- Zurückhaltend gegenüber Fremden: aber niemals aggressiv.
- Intelligent: denkt selbstständig.
- Energisch: benötigt Bewegung.
- Empfindlich: leidet unter harten Anschuldigungen.
- Mit Kindern: hervorragend, wenn zusammen aufgewachsen.
- Mit anderen Hunden: in der Regel gelassen.
Bedürfnisse
- Aktivität: hoch. 2-3 Stunden täglich für körperliche und geistige Bewegung.
- Geistige Anregungen: unerlässlich.
- Platz: am besten mit Garten. Passt sich einer Wohnung mit vielen Ausgängen an.
- Pflege: 1-2 Mal pro Woche bürsten, keine spezielle Pflege erforderlich.
Erziehung
Intelligente, aber empfindliche Rasse. Harte Methoden funktionieren nicht. Arbeiten Sie mit positiver Verstärkung, Konstanz, sanfter Stimme. Frühe Sozialisierung ist entscheidend.
Gesundheit
Allgemein gesunde Rasse dank der geringen „Industrialisierung“. Prädispositionen: Hüftdysplasie, progressive Retina-Atrophie. Seriöse Züchter testen die Zuchttiere.
Für wen ist der Berger Picard?
- Aktive Familien, auch mit Kindern.
- Jene, die einen seltenen und zärtlichen Schäferhund suchen.
- Liebehaber alter und wenig „modernisierter“ Rassen.
- Hundeliebhaber mit Leidenschaft.
Nicht geeignet für
- Bewegungsarme Personen.
- Familien, die neu im Umgang mit Hunden sind und einen „einfachen“ Hund suchen.
Preis
Welpe mit Stammbaum: 1.500-2.500 Euro. Italienische Züchter sind äußerst selten.
Kuriositäten
Der Berger Picard erschien im Film „Belle und Sébastien“ (2013), der zu einem kleinen Wiederaufleben des Interesses für die Rasse beigetragen hat.
Alles zusammengefasst
Der Berger Picard ist ein kleiner französischer Schatz: rustikal, zärtlich, intelligent. Für diejenigen, die einen seltenen und geschichtsreichen Schäferhund suchen, ist es eine wunderbare Wahl, die es wert ist, kennengelernt zu werden.
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