Quando man sagt, dass der Hund "alles frisst", sagt man etwas Gefährliches. Es gibt Lebensmittel, die wir ohne nachzudenken vom Tisch fallen lassen und die, selbst in geringen Mengen, den Hund in die Intensivstation oder schlimmeres bringen können. Diese auswendig zu kennen, ist die erste echte Regel der Vorbeugung.
## Schokolade
Schokolade enthält **Theobromin**, eine Substanz, die der Hund sehr langsam metabolisiert. Je bitterer die Schokolade, desto gefährlicher ist sie: Zartbitterschokolade mit 70% Kakao enthält etwa 3-4 Mal so viel wie Milchschokolade. Die toxische Dosis beginnt bei etwa 20 mg/kg Theobromin.
**Praktisch:** Ein 10 kg schwerer Hund kann sich ernsthaft mit 50 g Zartbitterschokolade vergiften, oder mit 200 g Milchschokolade.
**Symptome:** Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Zittern, Tachykardie, Krampfanfälle. Auftreten zwischen 6 und 12 Stunden.
## Trauben und Rosinen
Sie sind eine der heimtückischsten Gefahren. Der Mechanismus ist nicht ganz klar, aber einige Hunde entwickeln **akutes Nierenversagen** selbst bei wenigen Beeren. Es gibt keine vorhersehbare "sichere Dosis": Einige Hunde tolerieren große Mengen, andere sterben schon bei wenigen Gramm. Die Regel ist einfach: **Nie Trauben, nie Rosinen, nie Traubensaft.**
**Symptome:** Erbrechen innerhalb von 24 Stunden, Lethargie, verminderte Urinproduktion, Bauchschmerzen.
## Zwiebel, Knoblauch, Schalotte, Lauch (Allium Familie)
Sie enthalten **n-Propylsufid**, welches die roten Blutkörperchen des Hundes zerstört und eine hämolytische Anämie verursacht. Gekocht, roh, pulverisiert oder in gekauftem Fleischbrühe: alles gefährlich. Kumulative Wirkung: auch kleine, wiederholte Dosen sind schädlich.
**Toxische Dosis:** etwa 15-30 g/kg Körpergewicht (ein 20 kg schwerer Hund kann sich mit 300 g Zwiebel vergiften).
**Symptome:** Müdigkeit, blasse Schleimhäute, rot-dunkler Urin, Erbrechen. Verzögertes Auftreten von 2-4 Tagen.
## Xylit
Der Süßstoff, der in Kaugummi, zuckerfreien Bonbons, Zahnpasta und einigen Backprodukten enthalten ist. Für den Hund ist er verheerend: Er verursacht eine extrem schnelle Hyperinsulinämie und einen Leberzusammenbruch.
**Toxische Dosis:** Bereits 0,1 g/kg lässt den Blutzuckerspiegel drastisch absinken. Ein einzelner Kaugummi kann einen kleinen Hund töten.
**Symptome:** Erbrechen innerhalb von 30 Minuten, Schwäche, Zittern, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle.
## Avocado
Sie enthält **Persin**, welches für Hunde giftig ist. Die größte Gefahr geht nicht nur von dem Fruchtfleisch, sondern auch vom Kern aus (Risiko einer Darmverschluss).
**Symptome:** Erbrechen, Durchfall, in schweren Fällen Pankreatitis.
## Macadamia
Die Macadamianüsse (häufig in Weihnachtsgebäcken) verursachen ein akutes neurologisches Syndrom bei Hunden.
**Symptome:** Hintere Schwäche (der Hund "fühlt" seine Hinterbeine nicht), Zittern, Hyperthermie. Sie lösen sich in 24-48 Stunden, wenn die Dosis nicht enorm ist.
## Alkohol und Hefeteige
Alkohol ist für Hunde 5 Mal giftiger als für uns. Und die **Teige, die im Magen aufgehen**, sind doppelt gefährlich: Sie produzieren Alkohol durch Fermentation + sie dehnen sich aus und verursachen eine Magendrehung.
## Kaffee und Tee
Die gleichen Wirkungen wie Schokolade (Koffein und Theobromin), jedoch in unterschiedlichem Maß. Eine Tasse Kaffee kann einem großen Hund nichts ausmachen, jedoch Arrhythmien bei einem kleinen Hund auslösen.
## Was tun im Falle einer Einnahme
1. **Warte nicht auf die Symptome.** Oft ist es zu spät, wenn sie eintreten.
2. **Rufe sofort den Tierarzt** oder das **Tiergiftzentrum** an (Padua: 049 8275643, 24/7 erreichbar).
3. **Gib folgende Informationen an:** Gewicht des Hundes, aufgenommenes Lebensmittel, geschätzte Menge, Uhrzeit der Einnahme.
4. **Induziere kein Erbrechen selbst,** ohne Anweisung. In einigen Fällen ist es kontraindiziert (ätzende Substanzen, späte Zeitpunkte).
5. **Bringe die Verpackung** des Produkts, wenn möglich, mit.
## Halte diese Liste sichtbar im Haus
Sie auszudrucken und an den Kühlschrank zu hängen, ist nicht übertrieben. In Notfällen hast du keine Zeit, Informationen online zu suchen. Die Kenntnis der Dosen und Symptome kann den Unterschied zwischen einem Abend in der Klinik und einer Beerdigung ausmachen.
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