Die ersten 30 Tage mit einem Welpen sind entscheidend: In diesem Monat wird das Fundament für sein gesamtes zukünftiges Leben gelegt. Hier ist der tägliche Leitfaden, damit nichts schiefgeht.

Vor der Ankunft: Was vorzubereiten ist

  • Körbchen oder Hundebett in einem ruhigen Bereich des Hauses
  • 2 Näpfe aus Edelstahl oder Keramik (Wasser + Futter)
  • H-Geschirr und feste Leine 1,5–2 m
  • Transportbox für Tierarztbesuche
  • Welpenfutter derselben Marke wie beim Züchter (schrittweiser Wechsel nach 1 Woche)
  • Hygieneunterlage und Kotbeutel für Spaziergänge
  • Kauspielzeug (Kong, geeignete Kauknochen)

Durchschnittliche Anfangskosten: 200–350 €.

Tag 1: Die Ankunft

  1. Transport in der Transportbox mit einer Decke, die nach der Mutter riecht
  2. Direkt zu Hause: in den Garten oder auf die Hygieneunterlage für das Geschäft
  3. Wasser sofort bereitstellen, Futter nach 2 Stunden
  4. Geführte Erkundung: wenige Zimmer, nicht zu viele Personen, ruhige Stimme
  5. Körbchen zeigen und belohnen, wenn der Welpe von selbst hineingeht

Tage 2–7: Routine und Sicherheit

Welpen brauchen Vorhersehbarkeit, um sich sicher zu fühlen. Lege fest:

  • Mahlzeiten: 4 pro Tag bis zum 4. Monat (zu festen Zeiten)
  • Nickerchen: schläft 18–20 Stunden pro Tag – lass ihn ruhen
  • Geschäft: alle 2 Stunden, nach den Mahlzeiten, nach dem Schlaf und nach dem Spielen
  • Tierarztbesuch innerhalb von 7 Tagen nach der Ankunft

Die erste Nacht

Wahrscheinlich wird er weinen: Es ist die erste Nacht fern von der Mutter. Lösungen:

  • Körbchen nah am Bett (nicht in einem anderen Zimmer)
  • Decke oder Kuscheltier mit seinem Geruch
  • Wärmflasche (lauwarmes Wasser) unter der Decke
  • Ihn nicht hochnehmen, wenn er weint: das verstärkt das Weinen

Tage 8–14: Sozialisation

Die Wochen 8–14 sind das entscheidende Fenster für die Sozialisation: Alles, was der Welpe jetzt kennenlernt, wird er für immer akzeptieren. Setze ihn (auf positive Weise!) aus gegenüber:

  • Verschiedenen Menschen (Erwachsene, Kinder, ältere Menschen, Uniformträger)
  • Geräuschen (Staubsauger, Aufzug, Verkehr, aufgezeichnetes Feuerwerk)
  • Oberflächen (Fliesen, Gras, Kies, Treppen)
  • Fahrzeugen, Fahrrädern, Rollern
  • Anderen geimpften und ruhigen Hunden

Achtung: Vor Abschluss des vollständigen Impfzyklus (ca. 16 Wochen) öffentliche Parks meiden, aber den Welpen auf dem Arm in der Stadt tragen, damit er die Welt kennenlernt.

Tage 15–21: Die ersten Kommandos

Einheiten von 3–5 Minuten, 3–4 Mal täglich:

  • Der eigene Name (erkennt und schaut hin)
  • „Sitz" (mit dem Leckerchen über der Nase)
  • „Komm" (mit fröhlicher Stimme, reichliche Belohnung)
  • An der Leine laufen drinnen, dann im Garten

Tage 22–30: Erste echte Ausflüge

  • Spaziergänge an der Leine, kurz (15–20 Min.)
  • Begegnungen mit geimpften und ruhigen Hunden
  • Besuch neuer Orte (Freiluft-Einkaufszentrum, Markt)
  • Zweite Impfauffrischung (ca. mit 12 Wochen)

Die 5 häufigsten Fehler neuer Hundebesitzer

  1. Ihn mit Streicheleinheiten überhäufen: Auch der Welpe braucht Momente für sich allein
  2. Ihn bestrafen, wenn er im Haus seine Geschäfte macht: Er versteht es nicht und die Angst wird schlimmer
  3. Das Futter abrupt wechseln: verursacht Durchfall
  4. Die Sozialisation auslassen aus Angst vor unvollständigem Impfschutz
  5. Ihn zu lange allein lassen: maximal 2 Stunden in den ersten Wochen

Bereit für die nächsten Schritte? Weiter mit der positiven Erziehung des Hundes und dem vollständigen Impfkalender.