Die Scottish Fold ist weltweit bekannt für ihre nach vorne gefalteten Ohren, die ihr einen süßen und „plüschigen“ Ausdruck verleihen. Hinter diesem niedlichen Aussehen verbirgt sich jedoch eine ernsthafte ethische Frage, die man kennen sollte, bevor man sich verführen lässt.
Aussehen
- Gewicht: in der Regel 3-6 kg
- Fell: kurz oder lang (im letzteren Fall spricht man von Highland Fold)
- Ohren: nach vorne gefaltet, das Ergebnis einer genetischen Mutation
- Lebenserwartung: ungefähr 11-14 Jahre
Charakter
Es ist eine ruhige, sanfte und anpassungsfähige Katze, sozial, aber mit einer zurückhaltenden Ader. Sie miaut mäßig und bindet sich gerne an die Familie, wodurch sie ein ruhiger und angenehmer Gefährte ist.
Die ethische Kontroversen: unbedingt zu kennen
Die faltigen Ohren sind das Ergebnis derselben genetischen Mutation, die für die Osteochondrodysplasie verantwortlich ist, eine fortschreitende Knochen- und Gelenkerkrankung. Der entscheidende Punkt ist, dass diese Veränderung nicht nur das Aussehen der Ohren betrifft, sondern das Wachstum von Knochen und Knorpeln bei allen Scottish Fold in unterschiedlichem Maße beeinträchtigt. Aus diesem Grund steht die Rasse unter starkem Kritiker von Tierärzten und Verbänden, sie ist in einigen Ländern verboten oder wird davon abgeraten und ist von verschiedenen Katzenverbänden nicht anerkannt.
Gesundheit
Zu den mit der Rasse assoziierten Erkrankungen gehören:
- Osteochondrodysplasie (tritt in variierenden Graden auf und kann Schmerzen und Gelenksteifheit verursachen)
- Frühe Arthritis
- Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
- Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)
Wer mit einem Scottish Fold lebt, sollte besonders auf Anzeichen von Gelenkbeschwerden (Widerwille zu springen, steifer Gang, wenig beweglicher Schwanz) achten und regelmäßige tierärztliche Kontrollen in Anspruch nehmen.
Gelenkbeschwerden erkennen
Da die knöcherne Komponente in unterschiedlichem Maße bei allen Tieren betroffen ist, ist es wichtig, Schmerzen frühzeitig zu erkennen: Widerwille zu springen oder die Treppe hinaufzugehen, steifer oder „hüpfender“ Gang, wenig flexible und ungewöhnlich harte Schwanzspitze, geringe Lust zu spielen oder sich zu bewegen. Bei diesen Anzeichen sollte man sich so schnell wie möglich an den Tierarzt wenden, der eine angemessene Schmerzbehandlung und Lebensqualitätsmanagement für die einzelne Katze einrichten kann.
Eine Alternative in Betracht ziehen
Für diejenigen, die das Aussehen und den Charakter der Rasse lieben, aber die mit der Mutation zusammenhängenden Probleme vermeiden möchten, gibt es die Scottish Straight: dieselbe Körperform und dasselbe Temperament, aber mit geraden Ohren und somit ohne die Mutation, die für die Knochenkrankheit verantwortlich ist.
Für wen ist sie geeignet
Es ist eine Katze mit einem wunderbaren Charakter, aber die Wahl sollte mit vollem Bewusstsein der gesundheitlichen und ethischen Implikationen getroffen werden. Sich gründlich zu informieren und das Wohl des Tieres über die Ästhetik zu stellen, ist in diesem Fall besonders wichtig.
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