Der "gemeinsamste" Sport zwischen Mensch und Hund

Mit dem Hund laufen ist eine der lohnendsten Aktivitäten:

  • Bewegung für beide.
  • Tiefe Bindung.
  • Freie Gedanken.
  • Leben im Freien.

Es gibt es als offiziellen Sport:

  • Canicross (Laufen mit einer speziellen Leine).
  • Bikejöring (mit dem Fahrrad).

Aber: es benötigt Vorbereitung und Aufmerksamkeit.

Lass uns sehen, wie man es richtig macht.

Die Vorteile für beide

Für den Hund

Körperlich:

  • Aerobe Bewegung.
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit.
  • Muskulärer Tonus.
  • Gewichtskontrolle.

Mentale:

  • Kognitive Stimulation.
  • Stressreduktion.
  • Ausgeglichenes Verhalten.

Für dich

Körperlich:

  • Dieselbe aerobe Bewegung.
  • Mehr Motivation (ich kann das Laufen nicht "überspringen": der Hund wartet).

Mentale:

  • Stressreduktion.
  • Bindung.
  • Gesellschaft.

Wann beginnen: das Alter

Welpen

Nie mit einem Welpen unter 12-18 Monaten laufen:

  • Wachstumsplatten sind noch offen.
  • Intensive Anstrengung = Gelenkschäden.

Regel der "5 Minuten" gilt auch für das Laufen:

  • Siehe den Artikel über Welpen.
  • Progressive Spaziergänge.

Nur nachdem die Wachstumsplatten geschlossen sind:

  • Kleine Rassen: 8-12 Monate.
  • Mittlere Rassen: 12-16 Monate.
  • Große Rassen: 16-24 Monate.

Der Tierarzt kann beraten.

Erwachsene

Ideales Alter zum Beginnen:

  • 1,5-2 Jahre (nach dem Wachstum).
  • Der Hund ist bereits an lange Spaziergänge gewöhnt.

Senioren

Nach 8-10 Jahren:

  • Intensität reduzieren.
  • Tierarzt für Gelenkbewertung.
  • Eventuelles Stoppen.

Die geeigneten Rassen

Top-Rassen für das Laufen

Medizinisch/große Athleten:

  • Deutscher Schäferhund.
  • Belgischer Schäferhund.
  • Border Collie.
  • Australian Shepherd.

Schlittenhunde:

  • Husky.
  • Malamute (im Sommer nicht).
  • Samojede.

Schnelle Rassen:

  • Greyhound (Sprint!).
  • Whippet.

Geeignet, aber mit Einschränkungen:

  • Labrador, Golden: gut für moderate Distanzen.
  • Boxer: Einschränkungen durch Brachyzephalie.
  • Pinscher: klein, aber agil.

Nicht geeignete Rassen

Brachyzephale:

  • Bulldogge, Mops, Bulldog.
  • Atemprobleme.

Große/gigantische Rassen:

  • Dogge, Bernhardiner.
  • Überbeanspruchte Gelenke.

Langkörperige Rassen:

  • Dackel.
  • Anfälliger Rücken.

Welpen, sehr fragile Senioren.

Die Ausrüstung

Spezielle Geschirr

NIEMALS ein Halsband zum Laufen:

  • Druck auf die Luftröhre.
  • Zervikale Traumata.

Sportgeschirr:

  • Verteilung der Kräfte.
  • Ergonomisch für Bewegung.

Marken:

  • Ruffwear (Top).
  • Hurtta.
  • Kurgo.

Kosten: 50-150 €.

Elastische Leine

Für Canicross:

  • Leine mit schockabsorbierendem elastischen Teil.
  • Reduziert Ruckeln.
  • Ermöglicht dem Hund, leicht zu ziehen.

Kosten: 30-60 €.

Laufgurt

Für den Halter:

  • Gurt mit Befestigung an der Leine.
  • Freie Hände.

Kosten: 30-80 €.

Hundeschuhe (optional)

Unter besonderen Bedingungen:

  • Winterstreusalz.
  • Heiße Asphaltschichten.

Kosten: 30-60 €.

Wasser

Trinkflasche:

  • Für beide.
  • Faltbarer Napf.

Die physische Vorbereitung

Tierärztlicher Besuch

Vor dem Start:

  • Überprüfung der Herzgesundheit.
  • Zustand der Gelenke.
  • Eventuelle versteckte Probleme.

Progressives Training

Woche 1-2:

  • Lange Spaziergänge (1 Stunde).
  • Kurze Läufe (5 Min).

Woche 3-4:

  • 50% Spaziergang, 50% Laufschnitte.

Woche 5-8:

  • Kontinuierliches Laufen 20-30 Min.

Monat 2-3:

  • Laufen 30-60 Min.
  • Progressive Distanzen.

Erwartung:

  • 3-6 Monate, um ein "Laufpartner" bereit zu sein.

Die angemessenen Distanzen

Für einen gesunden, erwachsenen Hund (geeignete Rasse):

Anfang: 2-3 km.

6 Monate Training: 5-8 km.

Trainierter Hund: 10-15 km.

Marathon (mit sehr trainiertem Hund): über 20 km.

Nie zwingen, wenn der Hund Müdigkeit zeigt.

Die Geschwindigkeit

Für die meisten Hunde:

  • 8-12 km/h (gemäßigtes Laufen).

Schnelle Rassen:

  • 12-20 km/h (Sprint).

Weniger athletische Rassen:

  • 6-8 km/h.

Passe dich dem Hund an, nicht dir selbst.

Die Wetterbedingungen

Wann laufen

Ideal:

  • 10-18°C.
  • Bewölkter Himmel.
  • Kein starker Wind.

Wann NICHT laufen

Extremhitze (über 25°C):

  • Hund überhitzt.
  • Gefährlich.

Starker Regen:

  • Eingeschränkte Sicht.
  • Hund rutscht.

Extremkälte (unter -5°C):

  • Steife Gelenke.
  • Anfällige Pfoten.

Vollständige Dunkelheit:

  • Eingeschränkte Sicht.
  • Verwende Lichter.

Die Oberflächen

Beste

Rasen:

  • Weich.
  • Schützt die Gelenke.

Schotterwege:

  • Natürlich.
  • Gute Dämpfung.

Sportplatz:

  • Gleichmäßig.
  • Sicher.

Eingrenzen

Asphalt:

  • Hart.
  • Belastet die Gelenke.
  • Sehr heiß im Sommer.

Zement:

  • Dasselbe Problem.

Grober Kies:

  • Pfotenbelastung.

Signale zu beobachten

Hund in Form

  • Regelmäßiges Tempo.
  • Normalerweise atmend.
  • Hoher Schwanz.
  • Ständige Energie.

Müdigkeit

  • Verlangsamt sich.
  • Zunge weit draußen.
  • Übermäßiger Speichelfluss.

Intensität reduzieren.

Überlastung

  • Häufiges Stoppen.
  • Geht hinterher.
  • Heftiges Keuchen.
  • Schwankt.

STOP.

Notfall Hitzschlag

  • Lila Zunge.
  • Dicker Speichel.
  • Kollaps.

STOP, abkühlen, Tierarzt.

Nach dem Laufen

Abkühlung

Gehe 10-15 Minuten:

  • Allmähliche Herzfrequenzsenkung.
  • Muskuläre Entspannung.

Hydration

Wasser verfügbar:

  • Raumtemperatur.
  • In kleinen Schlucken.

Kontrolle

Überprüfe:

  • Pfoten (Abrasionen).
  • Gelenke (Steifigkeit).
  • Allgemeines Wohlbefinden.

Erholung

24-48 Stunden vor einem weiteren intensiven Lauf:

  • Muskuläre Ruhe.
  • Leichtes Gehen ok.

Der wettbewerbliche Canicross

Für diejenigen, die offiziellen Sport wollen:

Was es ist:

  • Laufen mit dem Hund auf der Strecke oder im Gelände.
  • Zeitmessung.
  • Amateur- und Profiwettkämpfe.

In Italien:

  • ENCI organisiert Wettbewerbe.
  • Spezialisierte Clubs.

Spezifische Ausrüstung:

  • Gürtel für den Halter.
  • Schockabsorbierende Leine.
  • Spezielles Geschirr.

Die Rassen, die Canicross "lernen"

Top:

  • Pointer.
  • Husky.
  • Deutscher Schäferhund.
  • Border Collie.
  • Vizsla.

Gewinnen Wettkämpfe: überwiegend "Arbeitsrassen".

Die Kosten

Anfangsinvestition:

  • Geschirr: 50-150 €.
  • Leine: 30-60 €.
  • Gürtel: 30-80 €.
  • Eventuelle Hundeschuhe: 30-60 €.

Gesamt: 140-350 € einmalig.

Wartung:

  • Wasser für den Hund: wenig.
  • Eventuelle Startgebühren: 20-50 €.

Die Mythen entlarven

Mythos 1: "Alle Hunde lieben es zu laufen". Falsch: einige ziehen Spaziergänge vor.

Mythos 2: "Je mehr ich laufe, desto besser ist es". Falsch: hängt von Rasse/Alter ab.

Mythos 3: "Welpen gewöhnen sich sofort daran". Falsch: warte auf das Wachstum.

Mythos 4: "Pfoten gewöhnen sich daran". Wahr, aber: allmählich.

Mythos 5: "Hunde brauchen während des Laufens kein Wasser". Falsch.

Die Wahrheit

Mit dem Hund laufen:

Fantastische Erfahrung für beide.

Gesundheit geteilt.

Tiefe Bindung.

Notwendigkeiten:

  • Geeignete Rasse.
  • Richtiges Alter.
  • Richtige Ausrüstung.
  • Progressives Training.
  • Respektiere den Hund.

Ergebnis:

  • Gesünderer Hund.
  • Du motivierter.
  • Jahre des gemeinsamen Sports.

Beginne langsam. Respektiere den Hund. Baue allmählich auf.

In 3-6 Monaten werdet ihr eine gemeinsame Sportroutine haben, die euch jahrelang begleiten wird.

Und denk daran: das Laufen ist sein Geschenk bevor es deins ist. Er liebt es, aus Instinkt zu laufen. Du unterstützt und schützt ihn.

Perfektes Paar in Bewegung.