Das Verdauungssystem des Hundes unterscheidet sich von unserem: Einige Lebensmittel, die wir bedenkenlos essen, sind für ihn giftig oder tödlich. Die vollständige Liste zu kennen ist eines der wichtigsten Dinge, die ein Tierbesitzer lernen kann.

Die 15 giftigen Lebensmittel, die ferngehalten werden müssen

1. Schokolade

Sie enthält Theobromin, das der Hund sehr langsam abbaut. Je dunkler, desto gefährlicher.

  • Zartbitterschokolade: 10–20 g/kg Körpergewicht = potenziell tödlich
  • Vollmilchschokolade: 25–50 g/kg = gefährlich
  • Reines Kakaopulver: noch giftiger

2. Weintrauben und Rosinen

Die Giftwirkung ist noch nicht erklärt, kann aber akutes Nierenversagen auslösen. Sogar eine einzelne Traube kann für kleine oder empfindliche Hunde tödlich sein.

3. Zwiebeln, Knoblauch, Schalotten

Sie enthalten schwefelhaltige Verbindungen, die die roten Blutkörperchen zerstören. Gekocht, roh oder als Pulver: gleiche Wirkung.

4. Xylit

Süßungsmittel, das in Kaugummis, zuckerfreien Bonbons und manchen Zahnpasten vorkommt. Verursacht einen Blutzuckerabfall innerhalb von 30 Minuten. Selbst in kleinsten Mengen tödlich.

5. Avocado

Das Persin in Fruchtfleisch, Schale und Kern ist für Hunde giftig. Erbrechen, Durchfall, in schweren Fällen Bauchspeicheldrüsenentzündung.

6. Alkohol

Schon kleine Mengen verursachen Unterzuckerung, Atemdepression und Koma.

7. Koffein

Kaffee, Tee, Energy Drinks. Verursachen Herzrasen, Unruhe, Krämpfe.

8. Macadamia-Nüsse

Bereits 2–3 Nüsse können Schwäche der Hinterläufe, Zittern und Fieber auslösen.

9. Gekochte Knochen

Sie splittern und können den Darm perforieren. Rohe, fleischige Knochen sind in Ordnung, gekochte niemals.

10. Milch und Milchprodukte

Erwachsene Hunde sind fast immer laktoseintolerant. Durchfall, Blähungen. Naturjoghurt in kleinen Mengen ist in Ordnung.

11. Schalennüsse (Mandeln, Walnüsse)

Reich an Fetten: Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Harte Mandeln können den Darm verstopfen.

12. Zitrusfrüchte

Zitronen, Limetten und in geringerem Maße Orangen: Das Schalenöl reizt den Magen und kann Krämpfe auslösen.

13. Roher Hafer in großen Mengen

Gekocht ist er in Ordnung, roh verursacht er Darmblähungen.

14. Nicht kontrollierter roher Süßwasserfisch

Risiko von Parasiten und Thiaminase (zerstört Vitamin B1).

15. Roher Brotteig

Er gärt weiter im Magen und produziert Alkohol und Gas: Risiko einer Magendilatation.

Was bei einer Vergiftung zu tun ist

  1. Nicht warten: Sofort den Tierarzt oder die Giftnotrufnummer anrufen
  2. Bereithalten: Gewicht des Hundes, was er gefressen hat, ungefähre Menge, Zeitpunkt der Aufnahme
  3. Nicht auf eigene Initiative erbrechen lassen mit Salz oder Wasserstoffperoxid: Manche Gifte richten beim Hochwürgen mehr Schaden an
  4. Immer dabei haben (auf Reisen oder im Urlaub): die Nummer des Vertrauenstierarztes

Sichere Lebensmittel (in kleinen Mengen)

  • Karotten, Zucchini, Äpfel ohne Kerne
  • Gekochter Reis, gekochte Kartoffeln
  • Mageres gekochtes Fleisch ohne Gewürze
  • Gekochter Fisch ohne Gräten
  • Heidelbeeren, Wassermelone ohne Kerne

Für eine sichere und ausgewogene Ernährung lesen Sie unseren BARF-Leitfaden für Hunde oder erstellen Sie Ihren kostenlosen personalisierten Ernährungsplan.