Lebensmittelallergien bei Hunden

Lebensmittelallergien bei Hunden sind stark im Anstieg.

Es wird geschätzt, dass 10-15 % der Hunde mit chronischen Hautproblemen an einer Lebensmittelallergie leiden, die oft jahrelang nicht diagnostiziert wird.

Typische Symptome

  • Chronischer Juckreiz, insbesondere an Pfoten, Gesicht, Achseln, Leisten
  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen (auch einseitig, auch ohne andere Hautsymptome)
  • Chron Durchfall oder weicher Stuhl
  • Gelegentliches Erbrechen
  • Dermatitiden, die nicht auf Standardtherapien ansprechen
  • Obsesives Lecken der Pfoten

Im Unterschied zu Umweltallergien sind Lebensmittelallergien nicht saisonal: Die Symptome sind das ganze Jahr über konstant.

Die häufigsten Allergene

In der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

  1. Rindfleisch (Allergen #1 beim Hund)
  2. Hühnchen
  3. Milchprodukte
  4. Eier
  5. Weizen, Soja, Mais
  6. Fisch
  7. Lamm, Schwein

Häufig handelt es sich um Allergien gegen Proteine, selten gegen Getreide (im Gegensatz zum gängigen Mythos).

Die Diagnose

Der einzige sichere Weg, eine Lebensmittelallergie zu diagnostizieren, ist die Eliminationsdiät:

  1. 8-12 Wochen mit einem "neuen" Futter (Protein, das zuvor nie gefüttert wurde) – Kaninchen, Ente, Pferd, ungewöhnlicher Fisch oder hydrolysiertes Futter
  2. NICHTS anderes: null Snacks, null Reste, null Kauspielzeuge, null aromatisierte Tabletten
  3. Überprüfen Sie die Verbesserung nach 8-12 Wochen
  4. Wenn es besser wird: Wiedereinführung eines Futters nach dem anderen für 2 Wochen, um die Übeltäter zu identifizieren

Bluttests sind wenig zuverlässig für Lebensmittelallergien. Überspringen Sie sie nicht ganz, aber der Goldstandard bleibt die Diät.

Langfristige Management

Sobald das Allergen identifiziert ist:

  • Spezifisches Futter, das es ausschließt
  • Verträgliche Snacks (das gleiche Protein wie das Futter, kein "Allgemeines Geflügel")
  • Achten Sie auf aromatisierte Medikamente (einige Entwurmungs-Tabletten enthalten Hühnchen)

Zusammenfassend

Ein Hund mit chronischem Juckreiz verdient eine Diagnose. Oft handelt es sich um eine Lebensmittelallergie, die mit der richtigen Futterumstellung gelöst werden kann. Sprechen Sie mit dem Tierarzt über eine Eliminationsdiät: 12 Wochen Engagement können 10 Jahre Lebensqualität verändern.